OCZ mit neuen SSDs auf Basis von S-ATA und PCIe
Der Hersteller OCZ Technology hat seine SSD-Produkt-Roadmap für die kommenden Monate veröffentlicht. Demnach hat das Unternehmen vor, einige neue Produkte auf dem Solid State Markt zu etablieren. Es handelt sich dabei nicht nur um absolute Highend-Modelle, auch der Verbrauchermarkt soll mit speziellen SSDs bedient werden.
Im Bereich der Solid State Laufwerke mit S-ATA Schnittstelle sind insgesamt sechs neue Geräte zu erwarten, wozu auch die neuen Modelle mit SandForce Controller zählen. Den Anfang macht die neue "Solid 2 Serie" welche mit Laufwerken in den Kapazitäten 64 und 128 GB aufwartet. Die verwendeten MLC-Zellen sollen maximal 120 bzw. 220 MB/s beim Schreiben / Lesen leisten. Als Controller wird Indilinx's Barefoot verwendet. Eine 30 GB Version soll schon für knapp unter 100 Euro angeboten werden. Eine weitere Consumer-Produktreihe auf Basis des neuen Indilinx Amigo Chipsatzes soll ebenfalls das Licht der Welt erblicken. Zu Transferraten, Kapazitätsabstufungen und Gehäuseformat der SSDs ist unterdessen noch nichts Genaues bekannt. Es gibt lediglich Informationen über eine 32 GB Variante die zu einem Preis von 99 US-$ angeboten werden könnte. Die noch titellose Serie wird bereits im Februar erwartet.
Im Highend- und Business-Segment drängen demnach erste SSDs auf Basis der neuen SF-1200 und SF-1500 Controller aus dem Hause SandForce auf den Markt. Die "kleinste" Baureihe trägt den Namen "Vertex 2" und kommt mit 50, 100, 200 oder 400 GB zum Kunden. Die Transferraten sollen bei bis zu 270 MB/s (lesen) und 260 MB/s (schreiben) liegen und durch den SF-1200 Chip in Verbindung mit MLC-Zellen ermöglicht werden.
Die nächst höhere SSD-Gattung stellt dann die "Vertex 2 Pro" unter Verwendung des SF-1500 Controllers dar. Die Laufwerke soll es in den gleichen Kapazitäten wie in der Vertex 2 Serie geben, jedoch fallen die Transferraten mit 280 MB/s (lesen) und 270 MB/s (schreiben) rund 10 MB/s höher aus. Die Anzahl an Operationen pro Sekunde (IOPS) ist bei der Vertex 2 Pro mit 19.000 IOPS doppelt so hoch, wie bei der kleineren Geschwisterserie. Noch eine Riege höher spielt die "Vertex 2 Ex", die in verwendetem Chip und Transferraten mit der Vertex 2 Pro übereinstimmt, allerdings auf SLC-Speicher setzt und somit bis zu 25.000 IOPS erreichen soll. Das größte Modell misst hier 200 GB.
Zudem plant man bei OCZ eine limitierte Version der "Vertex" SSD, die zurzeit noch technische Fragen aufwirft. So soll das "Vertex LE" getaufte Laufwerk mit bis zu 270 MB/s lesen und maximal 250 MB/s beim Schreiben erreichen. Der maximale Durchsatz ist mit 50.000 IOPS angegeben, was die Fragen über den verwendete Controller stellt, da der SF-1500 offiziell nur bis 30.000 IOPS spezifiziert ist. Aktuell ist wohl von einer eigenen Sonderlösung auszugehen.
Ebenfalls kündigt man neue Z-Drives auf Basis der PCI-Express-Schnittstelle an, die nun mit bis zu acht Controllern ausgestattet sind und Kapazitäten von bis zu 2 TB aufweisen. Alle neuen Laufwerke setzen auf SSDs mit Barefoot Chipsatz und benutzen, bis auf eine Ausnahme, den 8 Lane breiten PCIe-Port. Das neue Spitzenmodell stellt das Z-Drive "e88" dar. So kommt das Raid-Gebilde aus acht SSDs auf unglaubliche Transferraten von bis zu 1400 MB/s (lesen) und 1500 MB/s (schreiben). Unter Verwendung von SLC-Speicherbausteinen sollen zudem Werte von bis zu 20.000 IOPS erreicht werden können. Die Kapazität der SLC-Variante, ist, wahrscheinlich nicht zu Letzt des Preises wegen, auf ein Terabyte begrenzt. Die entsprechende MLC-Version wird es auch in 2 TB zu kaufen geben. Das Modell hört auf das Kürzel "p88".
Quelle: ComputerBase